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Was hat eine Fee mit einer Veeh-Harfe zu tun?

Eigentlich nichts, von der Aussprache der beiden Wörter einmal abgesehen.

Und doch lässt sich eine Verbindung herstellen, denn die zauberhafte Musik, die man dem Instrument entlocken kann, ist so zart und zu Herzen gehend, dass sie fast märchenhaft wirkt.

Sie lässt der Fantasie freien Lauf und begeisterte die große Zuhörerschaft, die sich zu dem Konzert für 2 Veeh-Harfen - ´gezupft´t von Martina Zahn und Jens Jabusch - im evangelischen Gemeindezentrum versammelt hatte.

Benannt ist die Veeh-Harfe nach ihrem Erfinder, Hermann Veeh, einem Zuckerrübenanbauer, der sie 1987 für seinen  behinderten Sohn Andreas in Anlehnung an alte Saitenzupfinstrumente entwickelte.

So konnte dieser seiner Liebe zur Musik im gemeinsamen Musizieren mit seinem Vater und später im Ensemble  Ausdruck verleihen. Dabei brauchte er keine besondere Notenkenntnis, sondern konnte das Instrument mit einfachen Notenschablonen zum Klingen bringen. 

Das Programm der beiden Künstler zog das Publikum zusehends in den Bann, schlug es doch einen weiten Bogen von Konzertmusik (Bearbeitungen von Bach über Mozart, Grieg, Vivaldi, Smetana) bis hin zu Volksliedern, Filmmusik und eigens für Veeh-Harfe komponierten Stücken.

War der Umfang des Repertoires schon sehr eindrucksvoll, so wurde es darüber hinaus zum besonderen Erlebnis durch die Art – besser gesagt die Kunst  - der Präsentation. So wusste Martina Zahn zwischen den Darbietungen viel Interessantes über ihr Instrument zu berichten, u.a. über Japan, wo die Begeisterung für die Veeh-Harfe besonders groß ist. Nur wird sie dort wegen der für Japaner schwer auszusprechenden Buchstabenfolge ´vee´ nach dem Vornamen des Erfinders ´Hermann-Harp´ genannt.

Japan, Kirschblütenzauber und Veeh-Harfe gehören zusammen, was Frau Zahn auch mit ihrem in Japanisch gesungenen Beitrag belegte. Bei den ´Moskauer Nächten´ sang sie passenderweise in Russisch. Andere Beiträge begleiteten beide Künstler in wohl abgestimmtem Gesang in Englisch.

Aber sie singen nicht nur in mehreren Sprachen, sondern sind auch Multi-Instrumentalisten.

So kam die Harfe sowohl als Solo- als auch als Kombinationsinstrument (mit Gitarre) zum Zug.

Ganz nahe aber kamen die Künstler dem Publikum mit Liedern zum Frühling (´Komm´ lieber Mai und mache..´,´Leise zieht durch mein Gemüt..´) und dem abschließenden ´Der Mond ist aufgegangen´..),

die alle begeistert mitgesungen wurden.

In diesem Sinne stand das Konzert mit seiner heilsamen Wirkung auf Körper und Geist auch unter dem Stichwort der Entschleunigung, die uns heute sehr Not tut.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Instrument, nicht zuletzt wegen seiner einfachen Handhabung (wovon sich auch eine Dame aus dem Publikum überzeugen durfte) in der Therapie bei jungen und alten Menschen (z.B. in Kindergärten und Senioreneinrichtungen) mit großem Erfolg eingesetzt wird.

Dies hat Frau Zahn als Musik-Pädagogin und -Therapeutin in der Betreuung ihrer jüngsten und ältesten ´Schülerin´ (6 bzw. 99 Jahre alt) selbst erfahren. Auch wir gingen, wie sie es musikalisch sehr treffend ausdrückte, ´voll in Resonanz´.

Wer die ´Resonanz´ der Veeh-Harfe selbst ausprobieren möchte, kann das bei Herrn Heß in Mannheim tun - im Musikinstrumenten-Geschäft ´Klanghaus´ und dort sogar einen Kursus buchen.

Unisono waren alle Zuhörer ´einstimmig´ der Meinung, dass das Konzert rundum ´stimmig´ war.

Zur guten ´Stimmung´ trugen auch die von Frau Brom gezauberten kulinarischen Köstlichkeiten bei.

Die Pastete konnte sich  in ihrer zarten Schönheit durchaus mit der Musik messen: ein Augen- und ein Gaumenschmaus, den manch einer erst einmal ablichtete, bevor er ihn genüsslich verzehrte.

Den Frühling konnten wir am Ende im Herzen mit nach draußen tragen, wo uns der Wind noch kräftig um die Ohren pfiff. Zum Glück hatten wir die Melodie der Fantasieblume noch im Ohr, die ganzjährig blüht, bei jedem Wetter, bei Tag und bei Nacht.

Dank an alle, die diesen wunderbaren Abend zu dem machten, was er war: ein gelungenes Fest, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird, ein ´Highlight´, das diesen Namen wirklich verdient.

Wir freuen uns auf die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe unseres Fördervereins.

Ursula Päßler

   

Tageslosung  

Mittwoch, 26. Juni 2019
HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst!
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Nordlicht 27

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