Ein interessanter Tag

Wenn Sie diese Zeilen lesen, liegt die Fahrt in die Südpfalz und ins benachbarte Elsass schon einige Zeit zurück. Ehepaar Keller und unser Organist, Herr Saalmüller, hatten die Fahrt geplant.

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Und so sammelten sich am 8. Juni viele Interessierte vor dem Prot. Gemeindezentrum, um die Fahrt anzutreten. Zunächst ging es über die Autobahn, später durch den Pfälzer Wald. Neben dem herrlichen Wald zogen viele Wiesen mit Bächen und Dörfer an uns vorüber. Eine Wohltat für Augen und Seele.
Unser 1. Ziel lag sozusagen im hintersten Winkel: Bobenthal. Die kleine kath. Kirche St, Michael ist ein Kleinod. Hinter dem Altartisch fällt ein Kreuz auf mit einem Metallkreis im oberen Teil und daneben ein Stehpult aus dem gleichen Material. Dargestellt sind ineinander verschlungene Blätter. Die Kanzel aus dem 15. Jahrhundert ist noch Original erhalten.  Außerdem steht auf der Empore eine historische Orgel aus dem Jahre 1817. Unser Organist ließ es sich nicht nehmen und spielte uns einige Musikstücke vor.

Bald darauf ging die Fahrt weiter in Richtung elsässische Grenze. Im Örtchen Schönau wartete schon das gut vorbereitete Mittagessen auf uns. Frisch gestärkt und bei schönem Wetter mit einem leichten Wind stiegen wir wieder in den Bus. Bald darauf lasen wir ein weiß/schwarzes Hinweisschild “Wissembourg”.  Der Wald begleitete uns immer noch. Aber dann ließen wir ihn hinter uns und vor uns breitete sich ein fast flaches, weites Land aus, durchzogen mit Weinbergen: Wir hatten die elsässische Weinstraße erreicht.
Kurze Zeit später kamen wir nach Weißenburg. Durch einen Park gelangten wir in dem Stadtkern. Dort wartete schon die Gästeführerin auf uns.
An den Stadtmauern und dem überdachten, früheren Waschplatz führte sie uns an der St. Peter-und Paul-Abteikirche aus dem 11.Jahrh. mit seinem Viereckturm, vorbei. Beim Gang durch die Altstadt sahen wir das an der Lauter gelegene ehem. Salzhaus mit seinem mächtigen Speicherdach, und andere Häuser aus dem 15. Jahrhundert.
Zum Schluss besuchten wir die ev. Kirche St. Johann, ursprünglich romanischer Bauart.  Neben dem Altar ein dünnes (oder schmales)? Kreuz aus Metall, gestaltet von einem Pariser Künstler. Die Querarme sind etwas nach vorne gebeugt, soll heißen: Christus will uns umarmen. Oberhalb der Sakristei befinden sich wertvolle Wandgemälde aus dem 14. Jahrhundert. Die ganze Kirche ist mit einer Holzdecke abgehängt.
Die 1720 von Andreas Silbermann gebaute Orgel wurde 1945 zerstört, daher baute Ernest Mühleisen 1961 eine neue Orgel. Diese Orgel alterte schlecht, so entschloss sich die Kirchengemeinde zum Bau einer neuen Orgel. Sie wurde 2015 eingeweiht.
Rechts und links neben dem Altarraum sind Medaillons von Luther und Bucer zu sehen. Der Reformator Martin Bucer war 1523 kurze Zeit in Weißenburg und predigte das Evangelium auf Deutsch.
Dieser Reformator hat auch seine Spuren bei uns in der Pfalz hinterlassen.  Eine Bildungsstätte in Bad Dürkheim heißt “Martin-Bucer-Haus”.
Zum krönenden Abschluss unserer Fahrt spielte uns Herr Saalmüller Musikstücke u.a. von Buxdehude und Mendelssohn vor.Nach diesen vielen Eindrücken und Erklärungen traten wir die Heimreise an.
Diesmal über die Autobahn und kamen wohlbehalten in der Pfingstweide an.  Dank geht an das Ehepaar Keller, Herrn Saalmüller und den Busfahrer, der uns gut nach Hause brachte.
Ein interessanter und schöner Tag war zu Ende.

Hedwig Baum

   

Tageslosung  

Dienstag, 26. September 2017
Du unser Gott, du großer Gott, mächtig und schrecklich, der du Bund und Treue hältst, achte nicht gering all das Elend, das uns getroffen hat.
Bartimäus schrie: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich!
   

Kitas in der Region  

   

Gemeindebrief  

Nordlicht 20

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Viel Spaß beim lesen!!!

   
   

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