Einer trage des anderen Last

so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

Gal. 6, 2


Liebe Gemeinde!

Wir erleben in diesen Tagen etwas ganz Neues: Eine massive Beschränkung unserer Bewegungsfreiheit; dass wir anderen Menschen nicht mehr nahekommen dürfen; dass Handschlag, Umarmen, küssen, Schulterklopfen nicht mehr gehen und wir Zwischenmenschlichkeit nur noch auf Distanz praktizieren dürfen. Ganz schön schwierig!

Das Leben stockt. Es geht alles nicht mehr so einfach wie wir das gewohnt sind. Manches gar nicht mehr. Lücken tun sich auf.

Wo die Dinge nicht mehr selbstverständlich sind und einfach funktionieren, müssen wir plötzlich über vieles wieder nachdenken. Und neue Wege ausprobieren.

Wie kann das Leben weitergehen? Wie kommt jeder und jede an das, was er oder sie braucht? Wie müssen wir uns verhalten, damit Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen können, zur Arbeit und vielleicht sogar in die Schule gehen?
Abstand halten – das ist klar. Aber was sonst noch?

In diesen Tagen kommt mir ein Spiel in den Sinn, das ich einmal mit Schüler*innen aus einer 8. Klasse gespielt habe. Da musste jeder aus Puzzle-Teilen ein Viereck zusammensetzen. Aber keiner hatte alle Teile, die zu seinem Viereck gehörten, die waren unter den anderen Mitspieler*innen verteilt. Man durfte zwar untereinander Teile austauschen. Aber niemand wollte etwas hergeben, was einem anderen nützt, wenn der nicht ein Teil dafür geben konnte, das bei einem selbst passt.

So ging es lange nicht voran. Bis alle genervt und regelrecht verzweifelt waren. Und gemerkt haben: Solange jeder nur an sich und sein Viereck denkt, geht es nicht weiter.

Voran ging es erst, als einige Mitspieler diese Haltung aufgaben, alle ihre Teile in die Mitte legten und zur Verfügung stellten.
Plötzlich kam Bewegung in die Gruppe. Und ruckzuck hatte jeder sein Viereck aus den für ihn passenden Teilen zusammengesetzt.

Jeder hatte eingebracht, was er hatte, und alle haben gewonnen.

So hat Jesus auch von Gott gesprochen: dass er sich einbringt, damit wir das Leben gewinnen.

So können auch wir gewinnen: indem wir einbringen, was wir haben. Damit jeder bekommt, was er oder sie braucht.

So kann es weitergehen. Auch mit Corona. Auf Distanz – und doch einander sehr nahe.

Bleiben Sie gesund!

… wünscht Ihr

Pfarrer Dr. M. Ferdinand

   

Tageslosung  

Mittwoch, 27. Mai 2020
Der HERR wird?s vollenden um meinetwillen.
Paulus schreibt: Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird?s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.
   
   

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Nordlicht 31

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