Café Freundschaft - Ort der Begegnung in der Pfingstweide

Mit Menschen reden statt über sie – das ist das Anliegen des Arbeitskreises.

cafe freundschaft 1Kein Thema beherrschte und beherrscht immer noch die Berichterstattung in den Medien so sehr wie die sogenannte „Flüchtlingskrise“. Seit dem mutigen Satz unsrer Kanzlerin A. Merkel „Wir schaffen das“ drehen sich die alltäglichen Gespräche um die eine Frage: Wie sollen und können wir mit dieser Herausforderung umgehen?

Auf diese Fragen haben evangelische und katholische Christen gemeinsam eine Antwort für die Pfingstweide gesucht und gefunden. Im September 2015 traf sich ein kleiner Kreis aus den beiden Gemeinden und überlegten, wie sie in der Pfingstweide aktiv werden könnten. Gemeinsam war den Teilnehmern die Überzeugung „alle reden über Flüchtlinge, doch kaum jemand macht sich die Mühe, mit den Menschen, die zu uns gekommen sind und noch kommen, zu reden.

Mit den Familien, die versuchen in der Pfingstweide heimisch zu werden, mit diesen Familien wollen wir ins Gespräch kommen. Nur so lässt sich der Unwissenheit und dem Unmut über die Flüchtlingspolitik begegnen. Natürlich waren auch bei den Helfern Ängste und Unsicherheiten da. Je mehr wir uns aber auf die Begegnung und das gemeinsame Gespräch eingelassen haben, desto mehr wurden Ängste abgebaut. Tatsächliche haben sich in den vier Zusammenkünften im protestantischen Gemeindezentrum bereits Freundschaften entwickelt. Anfängliche Zurückhaltung und Reserviertheiten bei dem einen oder anderen sind einer fröhlichen Herzlichkeit gewichen.

Unwissenheit ist einer der gravierendsten Gründe für den wachsenden Unmut in der Bevölkerung, auch in der Bevölkerung der Pfingstweide. Mit der Gründung des „Café Freundschaft “ wollten wir ein Zeichen setzen und einen Ort schaffen, an dem Vorurteile abgebaut werden sollen und können. Die anfänglichen Unsicherheiten „wie soll ich mich verhalten“ waren bereits am ersten Treffen im November 2015 schnell überwunden. Rege Unterhaltungen und viel Lachen hatten sich breit gemacht. Sprachliche Barrieren konnten schnell mit Gestik, Dolmetschern überbrückt werden.

cafe freundschaft 2Wir stellten schon bei der ersten Zusammenkunft fest, dass die Familien aus arabischen Ländern den Kontakt zu den Bewohnern der Pfingstweide wollten und suchten. Dass es dabei nicht stehen geblieben ist, das versteht sich von allein. Mittlerweile haben sie so sehr zu uns Vertrauen gefasst, dass sie ihre kleinen und großen Probleme des Alltags mit uns besprechen und nach Lösungen suchen. Dass wir dabei die eine oder andere Hilfe leisten, auch das versteht sich von selbst. So konnten wir mit Möbeln, Haushaltsgeräten und Kleidern der einen oder anderen Familie helfen.

Mittlerweile haben Mitglieder des Arbeitskreises sich „Sprachunterricht“ zur Aufgabe gemacht. Heute bieten sie wöchentlichen Unterricht an. Die Anlaufschwierigkeiten sind längst Vergangenheit. Mit großer Freude und Engagement lernen syrische Erwachsene und unterrichten drei Mitlieder des Arbeitskreises.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass die Stadt Ludwigshafen unsre Arbeit nicht nur schätzt und begrüßt, nein sie hat mit einem großzügigen Geldbetrag unser Engagement unterstützt. So sind wir in der Lage, Ausflüge in die nähere Umgebung und andere Unternehmungen finanziell zu meistern.

Regelmäßig treffen wir uns seit November 2015 vornehmlich mit syrischen Neubürgern; aber auch aus anderen arabischen Ländern sind herzlich eingeladen.

Um organisatorische und andere Fragen zu besprechen und sich gegenseitig auszutauschen, trifft sich der Arbeitskreis jeden dritten Dienstag im Monat. Wenn Sie Lust und ein bisschen Zeit haben, freuen wir uns, wenn sie sich in diese Aufgabe einbringen wollen und können.

Das „Cafe Freundschaft“ öffnet jeden ersten Dienstag im Monat von 16-18 Uhr im Protestantischen Gemeindezentrum, Brüsseler Ring 55.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung unter der Tel-Nummer: 0621 6684933

Volker Keller

   

Tageslosung  

Buß- und Bettag
Mittwoch, 22. November 2017
Hilf deinem Volk und segne dein Erbe und weide und trage sie ewiglich!
Jesus spricht: Ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird "eine" Herde und "ein" Hirte werden.
   

Kitas in der Region  

   

Gemeindebrief  

Nordlicht 21

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